Typ 5 und 6 Indikatoren

Typ 5 und 6 Indikatoren werden bei der Sterilisation in jedes Packstück mit eingelegt. Ein erfolgreicher Farbumschlag zur Zielfarbe weist nach, dass das Sterilisationsmedium erfolgreich in das Innere der Sterilverpackung eingedrungen ist. Unter der Voraussetzung, dass sich in der Verpackung ausschließlich solide Instrumente – ohne Hohlkörper – befinden, kann ein Typ 5 oder 6 Indikator für die Chargenüberwachung, d. h. für die Produktfreigabe, verwendet werden. Wenn nur die Cross-Kontamination auf den Oberflächen der Instrumente unterbunden werden soll, wird ohne Verpackung sterilisiert. In diesen Verfahren, z. B. in speziellen Aufbereitungsgeräten für Übertragungsinstrumente (Dental Hand- und Winkelstücke), wird der Indikator offen in der Kammer platziert.

Diese Indikatoren gibt es für Dampfsterilisationsprozesse zum Nachweis der erfolgreichen Dampfdurchdringung in das Innere der Verpackung. Die Indikatoren sind aber auch erhältlich für die Überwachung von Formaldehyd- (FORM), Ethylenoxid- (EO) und Wasserstoffperoxid- (VH2O2) Sterilisationsprozessen.

Bei der Sterilisation von Hohlkörperinstrumenten, z. B. von Kanülen oder Trokaren, muss nachgewiesen werden, dass das Sterilisationsmedium nicht nur in das Innere der Verpackung, sondern auch in das Innere des Hohlkörpers eindringen konnte. Dies ist mit einem Paketüberwachungsindikator nicht möglich, weil er nicht im Inneren eines Hohlinstruments platziert werden kann. In diesem Fall muss stattdessen ein Prüfkörper-Testsystem verwendet werden, dessen Testeigenschaft zur Überwachung der jeweiligen Beladung geeignet sein muss. Je nach Beladung kommt hierfür ein Prozessüberwachungssystem oder ein beladungsbezogenes Chargenüberwachungssystem in Frage.

Paketüberwachungsindikatoren